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Dem serbischen Historiker Prof. Medakovic sollten Serben und Wiener in
gleicher Weise für sein Buch "Serben in Wien" danken, weil er in einer
ansprechenden Mischung von eindrucksvollen großflächigen Bildern und leicht
verständlichen Textpassagen (ohne oberflächlich zu werden) die geschichtlichen
Zusammenhänge aufzeigt. Besonders die Kommentare wirken versöhnlich und sind
frei von nationalistischer Polemik. An Hand einer Kette von historisch belegten
Beispielen des 18. und 19. Jahrhunderts zeigt er den kosmopolitischen Stil der
damaligen Regierungsverantwortlichen Wiens bzw. die dadurch ermöglichte
Entfaltung von serbischer Kunst, Wissenschaft, Religion und Wirtschaft in Wien,
der Metropole der Donaumonarchie auf. Er verschweigt auch nicht
Unterdückungstendenzen. Was besonders aber hoch anzurechnen ist: Er präsentiert
die richtige Dosierung von Positiva zu Negativa. Unter den Auspizien der
richtigen Dosierung wird nun die Beantwortung der Frage "Wo liegen die Wurzeln
der Beziehungen zwischen Wienern und Serben?" versucht. (Aus der Rezension vom
Prof. D. Wolfgang Rohrbach)
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